
1.1 Allgemeines zum Dokument2 STRUKTUR VON BeOS
1.2 Allgemeines zu BeOS1.2.1 Die Be-Story1.3 Hardware:
1.2.2 Zeitübersicht
1.2.3 Der Sinn von BeOS1.3.1 Minimale Hardware-Anforderung1.4 Installation in Minuten
1.3.2 Hardware-Kompatibilitätsliste1.4.1 Voraussetzung
1.4.2 Bootmanager
1.4.3 Start der Installation
2.1 Feature3 GERÄTE
2.2 Verzeichnisstruktur
2.3 Dateisysteme2.3.1 Hierarchische Dateisysteme2.4 Unter BeOS entwickeln
2.3.2 Symbolische Links
2.3.3 Virtuelles Dateisystem
2.3.4 Dateisystem Handler
2.3.5 Aufbau des BFS
2.5 Aufbau von BeOS
2.6 BeOS anpassen
2.7 Userprofile
2.8 Bedienung von BeOS
3.1 Be-Shell4 FAZIT
3.2 Rechte von Dateien und Verzeichnissen
3.3 Netzwerk und Internet3.3.1 Einrichten des Netzwerks3.4 Treiber installieren
3.3.2 Internet unter BeOS
3.5 BeWare oder mitgeliefert Programme
4.1 Probleme:5 ANHANG
4.2 Neue Feature in R4:
4.3 Ausblick auf R5
4.4 Firmenankündigungen
5.1 Links5.1.1 Internetseiten5.2 R3-Screenshots
5.1.2 Newsgroups5.2.1 BeOS unter Belastung5.3 R4 Screenshots
5.2.2 Spiele unter BeOS
5.2.3 Entwickeln unter BeOS
5.2.4 Netzwerk
5.2.5 Replicants Technologie
5.2.6 Multimedia unter BeOS
5.2.7 Die Be-Shell und SheepShaver
Diese Studienarbeit soll kein Vergleich von BeOS mit Linux sein.
Da es noch kaum Dokumentation zu BeOS gibt und die Zeit für diese Studienarbeit recht knapp bemessen war, konnte nicht alles
getestet werden. Sie stellt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Das Copyright auf alle verwendeten Icons liegt bei der Firma Be.
BeOS kämpft allerdings noch mit vielen Kinderkrankheiten und ist so momentan nicht für den Endanwender zu gebrauchen (siehe auch 4.1 Probleme).
Er und einige andere ehemalige Apple-Entwickler entwickelten das Betriebssystem BeOS und einen Rechner auf der PowerPC-Basis, genannt die BeBox.
Anfangs war sich die Fachpresse nicht darüber einig, ob Gassée "nicht recht bei Trost oder ein echter Visionär sei"
(c’t), denn schließlich wollte Gassée nicht nur einen Rechner bauen, der zu nichts kompatibel ist sondern auch ein Betriebssystem völlig
neu entwickeln.
Die BeBox war zwar recht vielversprechend, hatte aber keine Chance und wurde Anfang 1997 eingestellt.
BeOS dagegen wurde im Sommer 1996 zum erstenmal auf der MacWorld Expo in Boston vorgestellt und konnte dort eine kleine aber hartnäckige
Fangemeinde für BeOS begeistern. Tatsächlich lizenzierten auch einige Firmen BeOS.
Diese ersten BeOS Versionen waren ausschließlich für PowerPC-Architektur zu haben.
Es kamen Gerüchte auf, daß Apple Be übernehmen und den BeOS-Kernel samt Komponenten in sein MacOS integrieren wolle. Der Deal platzte allerdings und Apple kaufte die Firma Next, die von dem ausgestiegenen Apple-Gründer Steve Jobs gegründet worden war und die das Betriebssystem NextStep entwickelt hatte. Aus NextStep und MacOS entsteht derzeit das neue MacOS.
Im Mai 1998 kommt der Release 3 auf den Markt. Dieser beinhaltet neben der PowerPC-Version nun auch eine Version für die Intelarchitektur.
Mit dem Release 4, der bereits in USA seit Dezember 1998 auf dem Markt ist und Anfang 1999 in Deutschland kommen soll, soll nun
endlich auch der Endanwender bedient werden.
Neben den Risikoinvestmentgruppen August Capital, New Enterprise Associates, Alta Partners und Associated Venture Investors Capital,
investiert seit kurzem auch Intel in die Firma Be.
Große Firmen gehen also davon aus, daß aus BeOS ein zukunftstaugliches Betriebssystem entstehen wird.
Hersteller: Modell oder Board: Prozessor: Chipsatz: Graphikkarte: RAM: AST Bravo MS-T
Pro 6200Matrox Millennium 2 MB (PCI) 64 MB
(EDO)Compaq Deskpro 2000 Pentium
(200 MHz)Cirrus Logic 5436 (PCI) Dell Dimension XPS P200s Pentium
(200 MHz)Matrox Millennium II 8MB (PCI) 64 MB
(SDRAM)FIC PA-2007 PentiumMMX
(200 MHz)Matrox Millennium 4MB (PCI) 64 MB
(EDO)QDI QDI-P5I430TX-250 Titanium I 6x86Mx
(233 Mhz)430TX Cardex S3 VIRGE 2 MB (PCI) 64 MB
(EDO)QDI QDI-P5I430TX-250 Titanium IB+ AMD K6
(233 MHz)430TX Cardex S3 ViRGE 2 MB 64 MB
(EDO)Quantex M-3 Biostar PentiumMMX
(166 MHz)430TX Matrox Mystique 220 (PCI) 96 MB
(EDO)Tyan S1592S Trinity ATX VIA Apollo VP3 AGP AMD K6
(300 MHz)Matrox Millennium 4 MB (PCI) 128 MB
(SDRAM)
Hersteller: Modell: Intel Pentium, Pentium MMX, Pentium Pro, Pentium II, Pentium II Xeon, Pentium II Celeron AMD K5, K6, K6-2 Cyrix 686mx, 686GXm IDT WinChip C6
Chipsätze für folgende CPUs:
CPU (Anzahl der CPUs): Chipsätze: Bemerkung: Pentium (1): 430FX, 430HX, 430TX, 430VX Pentium (2): 430HX Ungetestet, Probleme bekannt Pentium Pro (1): 440FX Pentium Pro (2): 440FX, 450GX, 450KX Pentium Pro (4): 450GX Pentium II (1): 440FX, 440LX, 440BX Pentium II (2): 440FX, 440LX, 440BX, 440GX Pentium II Xeon (4): 450NX Funktioniert; nicht ausgiebig getestet AMD K6: 430TX Cyrix 686mx
Motherboards:
Hersteller: Modell (Codename*): Für CPU (Chipsatz): A-Trend: ATC-5000 Pentium/PentiumMMX Motherboard (430TX) ASUS: P2L97-DS Dual Pentium II Motherboard (440LX) Intel: SE440BX ("Seattle") Pentium II Motherboard (440BX) DK440LX ("Dakota") Dual Pentium II Motherboard (440LX) AL440LX ("Atlanta") Pentium II Motherboard (440LX) AP450GX Quad Pentium Pro Motherboard (450GX) PR440FX ("Providence") Dual Pentium Pro Motherboard (440FX) PD440FX ("Portland") Pentium II Motherboard (440FX) SuperMicro: P6DKF Dual Pentium II Motherboard (440FX) Tyan: Tyan S-1832DL Dual Pentium II Motherboard (440BX) S1692DL "Tiger 2" Dual Pentium II Motherboard (440LX) S1682D "Tahoe 2" Dual Pentium II Motherboard (440FX)
Hersteller / Chipsatz: Modell: Matrox Millennium, Millennium II, Millennium II AGP, Millennium G200, Mystique, Mystique 220, Mystique G200, Productiva G100 Graphikkarten mit MAG-100- und MAG-200-Chipsätzen ATI 3DRage II, 3DRage Pro, 3DRage Pro Turbo, 3DRage LT Pro ATI All-in-Wonder, All-in-Wonder Pro, Xpert@Work, Xpert@Work Pro, Xpert98 RIVA 128 Canopus Total3D 128V, Diamond Viper V330, STB Velocity 128 S3 Virge, Virge DX, Virge GX (nicht Virge VX), Trio 64 (wird nicht empfohlen) IXMicro M4/M8 Some NeoMagic chipset-based graphics (used in many portables)
Matrox-, ATI- und RIVA128-Graphikkarten werden von Be zur Verwendung mit BeOS auf Intel-Systemen empfohlen.
Für folgende Graphikkarten gibt es bereits experimentelle Treiber:
Von folgenden Graphikkarten ist bekannt, daß sie nicht funktionieren:
Chipsatz: Modell: RIVA TNT Diamond Viper V550
STB Velocity 4400
Number9 Imagine 128, Revolution 3D
Chipsatz: Modell: S3 Vision864, Vision868, Vision964, Vision968 Number9 GXE64 (864), GXE64 Pro Cirrus Alpine 5430, Alpine 5434
Ein dhcp-Treiber für IP-Netze wird auf der CD mitgeliefert.
Hersteller / Chipsatz: Modell: Intel EtherExpress mit 10/100 Mbps, PCI DEC 21040- and 21041 PCI 3Com Etherlink XL (3C900 und 3C900-B) mit 10Mbps, PCI
Fast Etherlink XL (3C905 und 3C905B) mit 10/100 Mbps, PCINE2000-Kompatible ISA und PCI
SoundBlaster16 funktioniert noch nicht.
Hersteller: Adapter: Chipsatz: Adaptec 2940, 2940-UW, 3940 AIC7850, AUC7870, AIC7880 und AIC7895 BusLogic BT948, BT958 und BT958D Diamond Fireport 20 und Fireport 40 Symbios 53c810A, 53c825 und 53c875 Tekram 590U und 590F
Allerdings kann man in Newsgroups auch von erfolgreichen Installationen lesen:
Wenn man bereits eine bestehende Partition mit Windows hat, liefert Be Partition Magic Lite mit, damit eine weitere Partition für BeOS angelegt werden kann.
Das Betriebssystem selber nimmt nur ca. 70MB Platz in Anspruch. Zusätzlich kommen ca. 80MB Swap-Speicher hinzu. Somit benötigt
BeOS ca. 150MB Plattenplatz.
Während der Installation kann man wählen, ob man optionale Komponenten, wie Demos, mit installieren will. Diese benötigen
weiter 80MB Speicher. Es empfiehlt sich bei einem Betriebssystem, bei dem es so gut wie keine Programme gibt, alles mitzunehmen, was man bekommen kann.
Im Release 3.1 kann auf SCSI Festplatten nicht installiert werden. Die parallele Schnittstelle kann nur für den Drucker benutzt
werden. Ein ZIP-Laufwerk oder ein Pocket-Ethernet-Adapter kann nicht benutzt werden.
BeOS kann nicht auf einer erweiterten Partition installiert werden.
Das CD-ROM Laufwerk muß unbedingt als Slave an der Festplatte hängen. Als Master oder Stand-Alone funktioniert das CD-ROM Laufwerk nicht.
Zum Laden von BeOS selbst, wird der LILO (Linux Loader), für den Anwender unsichtbar, installiert. Erst nach manuelle Aufruf von optional/experimental/scripts/InsatllBootMenu schreibt den LILO in den Master Boot Record der Festplatte. Andere Betriebssysteme bindet das Skript ins LILO-Menü ein und bietet sie beim nächsten Start als Bootalternativen an.
Es gibt aber auch Programme von Be, um die Zusammenarbeit von BeOS mit bestehenden Bootmanager oder Betriebssystemen zu vereinfachen.
Diese findet man auf der CD im Verzeichnis "/experiemental" (ISO 9660-Dateisystem). Dieser Teil ist nicht von BeOS aus sichtbar, sondern
nur unter DOS oder Windows.
Mit "loadlin" kann BeOS direkt von DOS aus gestartet werden.
Im Verzeichnis "/experimental/Win95/BeLaunch/" gibt es Batch-Dateien und dergleichen für Windows.
Für WindowsNT gibt es das Programm "addbeos.exe", das den NT-Bootloader um einen Eintrag für BeOS ergänzt. Zu finden
ist diese Programm im Verzeichnis "experimental/NT".
BeOS arbeitet tadellos mit dem OS/2-Bootmanager zusammen.
Man kann den BeOS-Loader durch Drücken der Space-Taste unterbrechen, um entweder auszuwählen, von welcher Partition oder CD gestartet werden soll, oder um von normalem in "Safe Boot"-Graphikmodus umzuschalten (bei Problem mit der Graphikkarte).
Die Partition, auf die BeOS installiert werden soll, kann während der Installation erstellt werden. Ist diese dann ausgewählt,
startet BeOS mit der Installation. Nach ein paar Minuten ist die Installation beendet (meist 15 Min. bei Vollinstallation).
Nach dem Neustart kann mit BeOS begonnen werden.
Da BeOS hauptsächlich als MediaOS gedacht ist, wurde natürlich großen Wert auf die Schnelligkeit von Multimediaanwendungen
gelegt. So kann man dank der oben aufgeführten Merkmale (Multiprocessing, Multithreading und Multitasking) mehrere rechenintensive Programme nebeneinander
laufen lassen, ohne das BeOS in die Knie gezwungen wird.
So lief neben einem Demoprogramm (3dmov), das in BeOS enthalten ist und einen Würfel steuert, der frei rotierbar ist und
auf jeder Seite ein Bild oder eine Videosequenz mit Schatten darstellen kann, gestartet, Hintergrundmusik und ein einfaches Weltraumspiel. (siehe
Abbildung 5-6 in 5.2.1 BeOS unter Belastung)
Die Verzeichnisse apps, home, optional und preferences sind Verzeichnisse, die vom Benutzer verändert werden können. Die Verzeichnisse beos und develop sind Systemverzeichnisse und sollten vom User nicht verändert werden.
Bedeutung der Verzeichnisnamen:
Das Verzeichnis /boot/beos/ ist das Kernverzeichnis. In diesem Verzeichnis befinden sich die Hauptdateien von BeOS.
Verzeichnis Inhalt apps Anwendungen für BeOS beos BeOS-Basisdateien demos Demo-Anwendungen develop Header- und Bibliotheksdateien für Entwickler home Alle vom Anwender hinzugefügte Dateien, Schriftsätze, Bibliotheken... optional Zusätzliche Dateien, z.B. MIDI-Dateien, Filme,... preferences Verweise zu bevorzugten Anwendungen
Inhalt folgender Verzeichnisse: (Stammverzeichnis /boot)
Das Systemverzeichnis ist sozusagen das Rückrad und die Lebensader von BeOS.
Verzeichnisse Inhalt /beos Kernverzeichnis /apps Ausführbare BeOS-Applikationsdateien /bin Programme der Be-Shell (Befehle, Tools...) /documentation Basis-Dokumentation für User und Entwickler /etc Konfigurations- und Supportdateien /preferences Einstellungen für BeOS-Anwendungen /system Kernverzeichnis für BeOS.
Veränderungen vom Benutzer sind hier verboten. Änderungen können nur mit Administratorrechten vorgenommen werden./demos Demoanwendungen (z.B. Animationen) /develop Dateien und Programme für Entwickler /home Userverzeichnis /optional Zusatzprogramme und –zubehör (z.B. GNU-Sourcecode)
Verzeichnisse Inhalt /Deskbar Anwendungen der Deskbar /Tracker Manipulationsumgebung für GUI (Graphical User Interface) /add-ons Treiber und Zusatzcode für Server und Anwendungen /Print/ Druckertreiber /app_server Graphikkartentreiber /drive_setup Zusätze für das Laufwerktool /kernel alle anderen Treiber und die Dateisysteme /net_server Treiber für den BeOS Netzwerkserver /boot Skripts und Dateien für den Bootvorgang /fonts Zeichensätze /kernel_joe BeBox-Kernel /kernel_mac Macintosh-Kernel /lib Bibliotheken /ppd Druckerbeschreibungen für den Printserver /servers BeOS-Server (App, Audio, Debug, Mail, Net, Print, Register, Syslog)
Neben BFS wird auch HFS (MacOS Dateisystem) und ISO9660 (CD-ROM Dateisystem) unterstützt. FAT16 kann bereits gelesen werden.
Ein hierarchisches Dateisystem, das von BeOS erkannt werden will, muß folgende Eigenschaften besitzen:
Das auf dem BeOS Desktop vorhandene "Welcome_To_BeOS.html"-Symbol ist ein symbolischer Link auf das reale HTML-Dokument (siehe Abb. 5-1 in 5.2 R3-Screenshots).
BeOS unterstützt keine Hard-Links. Diese Links stellen einen Eintrittspunkt (Knotenpunkt) in eine Hierarchie dar.
Momentan werden von BeOS nur die drei Virtuelle Dateisystem Handler rootfs, devfs und pipefs benutzt.
RootFS ist das Root Dateisystem. Das Root Dateisystem ist unter "/" eingerichtet. In diesem werden alle anderen Dateisysteme gemountet.
DevFS ist das "Device- Dateisystem". Dieses verwaltet den Zugriff auf die Hardware (z.B. Festplatte, Disketten-Laufwerk, CD-ROM...).
Das dritte ist PipeFS. Dieses ist der Handler für das "Pipe- Dateisystem". Mit diesem werden Daten geschrieben und gelesen.
Virtuelle Dateisysteme werden im Tracker (entspricht dem Windows-Explorer) nicht angezeigt.
Momentan kann man noch keinen eigenen Dateisystem Handler erstellen. Die zugehörige Handler-API wird in eine der nächsten Versionen eingebaut.
Beim Start existiert eine Art "Über-System". Dieses ist Teil des Kernels. Es mountet das Root-File-System (RFS). Alles andere
wird im RFS gemountet.
Das Root- Verzeichnis des Root Dateisystems heißt "/". Das Root- Verzeichnis ist das oberste Verzeichnis der Hierarchie.
Es gibt kein Verzeichnis darüber.
Innerhalb des Root- Verzeichnisses "/" sind nur Verzeichnisse und symbolische Links erlaubt. Das bedeutet, daß das Root- Verzeichnis
keine echten Dateien beinhaltet.
Die Verzeichnisse innerhalb des Root- Verzeichnisses stellen nur Verknüpfungen zu anderen Dateisystemen dar. Es ist erlaubt
im Root- Verzeichnis eigene Verzeichnisse zu erstellen. Diese können aber ebenfalls nur als Knotenpunkt genutzt werden und nicht um Dateien
darin zu speichern.
Ebenfalls können auch symbolische Links erstellt werden.
Wenn BeOS gestartet wird, werden einige Verzeichnisse und symbolische Links automatisch erstellt.
Dabei wird für jedes gefundene Dateisystem (Festplatte, CD-ROM, Floppy, etc.), ein Verzeichnis erstellt, das als Knotenpunkt fungiert,
damit auf das Medium zugegriffen werden kann.
Im Verzeichnis "/boot" ist z.B. die Verknüpfung zu dem Dateisystem, von dem gebootet wird.
Als weitere werden zwei virtuelle Dateisysteme erzeugt, die nach "/dev" und "/pipe" gemountet werden.
Auch symbolische Links werden erstellt. So gibt es einen Link nach "/boot". Außerdem die Links "/etc", "/bin" und "/system",
die auf die gleichen Verzeichnisse innerhalb des Unterverzeichnisses "/boot/beos" verweisen.
Zu guter letzt wird auch nach "/boot/var" der Link "/var" und nach "/boot/var/temp" der Link "/temp" erstellt.
Wenn man nach dem Bootvorgang das Root- Verzeichnis anschaut, sieht man etwa folgenden Ausdruck (die Namen für "BootDisk" und "Floppy" können natürlich je nach gespeichertem Namen variieren):
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | bin -> /boot/beos/bin | ||||||||||
1 |
baron | users | 2048 |
Nov |
2 | 18:17 | boot/ | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | dev/ | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | etc -> /boot/beos/etc | ||||||||||
1 |
baron | users | 2048 |
Dec |
20 | 17:48 | Floppy | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | BootDisk -> /boot | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | pipe/ | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | system -> /boot/beos/system | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | tmp -> /boot/var/tmp | ||||||||||
1 |
baron | users | 0 |
Dec |
20 | 17:47 | var -> /boot/var |
Mit dem Befehl "df" bekommt man eine Liste der gemounteten Dateisysteme:
| Mount | Type | Total | Free | Flags | Device | |||||
| / | rootfs | 0 |
0 |
0 |
||||||
| /dev | devfs | 0 |
0 |
0 |
||||||
| /pipe | pipefs | 0 |
0 |
0 |
||||||
| /boot | bfs | 1058415 |
729993 |
70004 |
/dev/disk/ide/0/master/0_0 | |||||
| /fido | bfs | 1440 |
904 |
70004 |
/dev/disk/floppy/raw |
"df" listet alle Dateisysteme auf, auch die Virtuellen. Diese erkennt man an der Größe 0.
Objekte kommunizieren untereinander mit Hilfe von Messages, später auch über das Internet. Das Message-Konzept erlaubt es auf einfache Art und Weise, eigene Klassen als eigenständige Threads zu implementieren. Man läßt seine Klasse vom Objekt BLooper erben und in der abgeleiteten Methode DispatchMessage() auf die ankommenden Messages reagieren. Da DispatchMessage() während der Ausführung gesperrt ist, besteht auch keine Gefahr eines gleichzeitigen Zugriffes auf die implementierte Klasse.
Die Lite-Version der Code-Warrior IDE von Metrowerks gehört zum Lieferumfang. Es erlaubt mehrere Compiler-Threads gleichzeitig ausführen zu lassen. Der C++-Compiler unterstützt Templates und Namespaces, sowie RTTI (RunTime Type Information, übergibt bestimmte Informationen über Objekte).
Mit der Vollversion des Code-Warriors erhält man Java-Entwicklungstools, basierend auf Suns Java Development Kit 1.0.2. Die Runtime Library ist frei erhältlich, aber nicht auf der BeOS-CD enthalten.
![]() |
| Abb. 2-1 |
BeOS-Anwendungen greifen als Clients auf einheitliche Server mit gleichen APIs zu. Deshalb brauchen Programme beim Portieren von einer Plattform auf eine andere, etwa vom Mac auf den PC, nur neu kompiliert zu werden. Jeder einzelne Server arbeitet multi-threaded, so daß das komplette Betriebssystem von mehreren Prozessoren profitiert.
Allerdings sind die Möglichkeiten noch stark eingeschränkt. So kann das deutsche Tastaturlayout kein "@"-Zeichen darstellen, da die "Alt-Gr"-Taste nicht berücksichtigt wird.
Wie unter Linux oder Unix gibt es die Möglichkeit zwischen bis zu 9 Arbeitsflächen zu wechseln (siehe Abbildung 5-4 in 5.2 R3-Screenshots). Gewechselt wird mit Alt+Funktionstasten oder per Maus. Die Auflösung und Farben der einzelnen Arbeitsflächen lassen sich separat einstellen.
![]() |
| Abb. 2-2 |
Die Einstellmöglichkeiten findet man unter:
| Abb. 2-3 |
Das BeOS- Benutzerinterface nennt man Tracker. Dieser ist ähnlich dem Explorer von Windows.
Wenn man Dateien löschen will, wirft man sie erst in den Mülleimer. Dieser bildet die letzte Wiederherstellungsmöglichkeit,
bevor die Daten beim "Leeren" des Mülleimers völlig vernichtet werden.
Natürlich gibt es leichte Unterschiede zu gängigen Betriebssystemen mit graphischer Oberfläche. Diese sind aber minimal
und bilden kein Problem, wenn man bereits damit gearbeitet hat.
Um eine Be-Shell zu starten, klicken man auf "BE->APPS->Terminal Application".
Die üblichen Kommandos, um sich in der Be-Shell zurechtzufinden, sind folgende:
Dies sind nur ein kleiner Auszug aus den mögliche Kommandos in der Be-Shell.
Kommando: Beschreibung: exit, quit Beendet die Be-Shell ls, dir Auflistung des Inhaltes eines Verzeichnisses cd <Pfad> Change Directory: Wechselt in das Verzeichnis <Pfad>. ".." bewirkt das Zurückspringen in die nächst höhere Ebene. <Anwendung> Startet eine Anwendung mit dem Namen <Anwendung> ftp <Server> Startet eine FTP-Session (File Transfer Protocol) auf den Server <Server> telnet <Server> Startet eine Telnet-Session auf den Server <Server> ps Gibt eine Liste aller aktuellen Prozesse mit ID-Nr. aus kill <Prozeß-ID> Beendet den Prozeß mit der Prozeß-ID <Prozeß-ID> chmod Verändert die Rechte einer Datei oder eines Verzeichnisses help <Kommando> Hilfe zu Kommando
Unter [3] gibt es Erweiterungen für die Be-Shell, wie Pearl oder GNU Emacs.
Vergebene Leserecht werden durch ein "r" (read), Schreibrechte durch ein "w" (write) und Ausführungsrechte durch ein "x" (execute) angezeigt. Wenn ein Recht nicht vergeben wird, wird das Feld durch ein "-" (Erlaubnis nicht erteilt) gekennzeichnet (z.B. Spalte 9):
d r w x r w x r - x 1baron users 2048 Dec20 17:47 Floppy
- Spalte: zeigt an, ob es eine Datei (-), ein Verzeichnis (d) oder ein Link (l) ist.
- Spalte: Leserechte des Besitzers
- Spalte: Schreibrechte des Besitzers
- Spalte: Ausführungsrechte des Besitzers
- Spalte: Leserechte der Gruppe
- Spalte: Schreibrechte der Gruppe
- Spalte: Ausführungsrechte der Gruppe
- Spalte: Leserechte der restlichen User
- Spalte: Schreibrechte der restlichen User
- Spalte: Ausführungsrechte der restlichen User
- Spalte: Anzahl der Links
- Spalte: Besitzer (in diesem Fall baron, also der Superuser)
- Spalte: Gruppe (in diesem Fall user)
- Spalte: Größe in Byte
- Spalte: Modifikationsdatum
- Spalte: Modifikationsdatum
- Spalte: Modifikationsdatum
- Spalte: Name
Bei der Installation der Netzwerkkarte hat man die Möglichkeit aus vier möglichen Netzwerkkarten auszuwählen. Es kann hier aber auch eine PPP-Verbindung für Modems eingerichtet werden.
Wenn die Karte ausgewählt ist, muß die IP-Adresse und Netzmaske des Rechners eingegeben werden.
Eine dynamische IP-Vergabe ist nur beim Modem möglich, nicht bei der Netzwerkkarte.
Gegebenenfalls läßt sich auch der Port und der IRQ einstellen (z.B. für NE2000-Kompatible Netzwerkkarte)
Um DNS zu nutzen, muß der Domain Name und/oder Primary und Secondary Server eingegeben werden. DNS kann aber auch deaktiviert werden.
Ein FTP- und ein Telnet-Server können unter Netzwerkservice aktiviert werden. Beide benötigen einen Usernamen und Passwort.
Dem Rechner kann im Feld "Host Name" ein Name gegeben werden, um ihn im Netzwerk eindeutig identifizieren zu können. Im
Feld "Router IP Number" kann das Gateway für z.B. das Internet eingegeben werden.
Um den Rechner per Modem anzuschließen, kann man dynamische IP-Vergabe auswählen.
Die Zugangsdaten für den Provider und die Daten für das Modem lassen sich in einem extra Menü ebenfalls eintragen.
Verbindungen können aufgezeichnet werden.
Es gibt weiterhin die Möglichkeit mehrere Netzwerkkonfigurationen zu speichern und zu laden.
BeOS läßt sich auch als Gateway für andere Rechner einrichten. Dazu muß "IP-Forwarding" aktiviert werden.
Um das Netzwerk zu starten, ist kein Neustart von BeOS nötig, sondern nur das Neustarten des Netzwerks.
![]() |
| Abb. 3-1 |
Unter /boot/home/config/etc/hosts ist die Hostdatei abgelegt. Diese unterscheidet sich nicht von den üblichen Hostdateien.
Dies ist ein Beispiel, wie eine Host-Datei aussehen könnte:
# Sample hosts file for assigning names to IP addresses
#
# IP-address hostname aliases (optional)
#
192.0.0.23 Unixbox.mycompany.com Unixbox
192.0.0.123 bebox.mycompany.com bebox
Des weiteren gibt es den Webserver PoorMan. Auf einen BeOS-Computer kann per FTP und Telnet zugegriffen werden, wenn es in der Netzwerkkonfiguration aktiviert ist. Die Aktivitäten können in einer Datei aufgezeichnet werden.
/boot/beos/system/add-ons/kernelund in
/boot/beos/system/add-ons/app_serversind alle anderen.
Die Verzeichnisse dürfen nicht verändert werden. Außerdem darf die Datei "supervga" im Verzeichnis /boot/beos/system/add-ons/app_server nicht verändert oder gelöscht werden, da sonst BeOS nicht mehr gestartet werden kann.
Eigentlich installiert man einen Treiber nicht, sondern fügt die Treiberdatei hinzu.
Um einen neuen Treiber hinzuzufügen, kopiert man die Datei in das jeweilige Verzeichnis.
Danach muß BeOS neu gestartet werden.
Dynamisches Laden von Treibern ist momentan noch nicht möglich. Ob es in Zukunft möglich sein wird, ist nicht bekannt.
Unter [3] gibt es noch viele andere Free- und Shareware Programme.
Be versucht schon mit dem nicht einmal im Ansatz fertigen Release 3 Geld zu verdienen. So kostet BeOS DM 179,00. Inzwischen gibt
es zwar eine Demo-Version für DM 10.-, allerdings ist diese auf das Anschauen beschränkt, da man nur die Einstellungen auf Diskette speichern kann.
Wenn der Rechner, auf dem BeOS installiert werden soll, nicht penibel der Hardwareliste von Be entspricht, fällt die Installation
sowieso flach und man kann sich das Geld sparen.
Eine kostenlose Update-Berechtigung auf Release 4 haben nur Käufer, die BeOS nach dem 15. Oktober 1997 gekauft haben.
Da R3 von den BeOS-Machern selbst als Version für Freaks angesehen wird und erst R4 für den Anwender gedacht ist, vergrault
sich Be damit Ihre wichtigste Gruppe: nämlich die Fans, die in ihrer Freizeit Anwendungen für BeOS schreiben.
Client-Server wird von BeOS nicht geboten. Somit können Daten von anderen Systemen über das Netzwerk nur per FTP geholt werden.
Das Drucken funktioniert ebenfalls nicht per Netzwerk. Außerdem gibt es für den Drucker weder eine Fehlerdiagnose noch einen Druckerspooler.
Bei der deutschen Tastatur-Map wird die Alt-GR-Taste ignoriert. Damit ist kein @- oder | (Pipe)– Zeichen möglich. Nur mit wenn man mit dem US-Tastaturlayout arbeitet und damit auf die Umlaute verzichtet, ist ein Arbeiten mit BeOS möglich.
Wichtige Anwendungsprogramme für BeOS gibt es momentan kaum und die großen Softwareanbieter haben auch keine Pläne dies zu ändern, daher tut sich BeOS schwer, auf dem Massenmarkt Fuß zu fassen. Ohne diese breite Zielgruppe, wird sich aber kein Softwarehaus auch nur überlegen, BeOS-Applikationen zu schreiben.
Zuletzt muß sich BeOS gegen ein breit gestreutes Windows und ein nahezu kostenloses Linux durchsetzen.
Es wurde also hauptsächlich an der Kompatibilität und Multimedia erweitert. Das zeigt deutlich den Trend, BeOS als Multimedia-Betriebssystem auf den Markt durchzusetzen.
Es gibt aber auch noch Dinge, die noch unvollständig sind. So z.B. das Videopanel. Typische Medientypen werden auch noch nicht
vollständig unterstützt. So können z.B. Gif-Bilder zwar angezeigt, aber nicht erstellt werden. Es gibt noch Lizenzprobleme.
Quicktime-Videos werden zwar abgespielt, aber noch ohne Sound.
Diese Probleme soll in Release 4.1 behoben sein. Dann werden auch AVI- und Indeo Videos abspielbar sein.
Ebenfalls ab R 4.1 soll es einen Client für MS Netzwerke geben.
[1] http://www.be.com: Offizielle Homepage der Firma Be
[2] http://www.befunk.com: Hauptsächlich aktuelle Funktionalität mit Hardware
[3] http://www.be.com/beware: Anwendungen für BeOS
[4] http://www.sheepshaver.com: Macintosh Emulator
[5] http://www.cs.utexas.edu/users/fizzboy: Fanseite mit nützlichen Tips und Links
[6] http://www.bebox.org: Nützliche Links
[7] http://www.beeurope.com: Offizielle Seite der Firma Be in Europa
de.comp.os.be
http://www2.ai-lab.fh-furtwangen.de/~DeBUG/(Deutsche BeUser Group)
![]() |
| Abb. 5-1 |
![]() |
| Abb. 5-2 |
Wie in Bild 5-2 zu sehen ist, sind alle Dokumente im HTML-Format abgelegt.
![]() |
| Abb. 5-3 |
In Screenshot 5-3 sieht man, wie BeOS seine Daten mit den erweiterten Dateiattributen verwaltet (siehe auch 2.3 Dateisysteme).
![]() |
| Abb. 5-4 |
In Abbildung 5-4 sieht man die verschiedenen frei konfigurierbaren Workspaces (siehe auch 2.6 BeOS Anpassen).
![]() |
| Abb. 5-5 |
Bild 5-5 zeigt einige Anwendungen von BeOS.
![]() |
| Abb. 5-6 |
Hier läuft neben dem Demoprogramm "3dmov", das in BeOS enthalten ist und einen Würfel steuert, der frei rotierbar ist und auf jeder Seite ein Bild oder eine Videosequenz mit Schatten darstellen kann, Hintergrundmusik und ein einfaches Weltraumspiel (siehe 2.1 Feature).
![]() |
| Abb. 5-7 |
In Screenshot 5-7 sieht man Überwachungstools, um z.B. die Prozessor- Auslastung zu beobachten.
![]() |
| Abb. 5-8 |
Einige einfache Spiele, die mit BeOS geliefert werden (Abb. 5-8).
![]() |
| Abb. 5-9 |
Entwickeln mit Metrowerks Codewarrior in Bild 5-9 (siehe auch 2.4 Unter BeOS entwickeln).
![]() |
| Abb. 5-10 |
Netzwerkeinstellungen und Poor Man’s Webserver (siehe 3.3 Netzwerk und Internet).
In Screenshot 5-11 sieht man den Browser NetPositiv und den Emailclient Be-Mail.
![]() |
| Abb. 5-11 |
![]() |
| Abb. 5-12 |
Mit der Replicants Technologie können Objekte direkt mit dem Desktop verschmelzt werden. Das Objekt ist dann an einem festen Platz und wird bei jedem Neustart automatisch wieder dort erscheinen.
Hier wurde z.B. der Browser NetPositiv eingebettet (siehe auch 2.6 BeOS Anpassen).
![]() |
| Abb. 5-13 |
Dies sind einige mitgelieferte Programme unter BeOS, um Sound abzuspielen, zu bearbeiten und zu erstellen.
![]() |
| Abb. 5-14 |
Rechts sieht man ein Terminalfenster, das die Be-Shell (siehe 3.1 Be-Shell) zeigt.
Links daneben ist der MacOS-Emulator Sheepshaver. Dieser wurde von zwei deutschen Studenten geschrieben [4] und simuliert eine MacOS-Umgebung. Damit können MacOS Programme unter BeOS ausgeführt werden.
![]() |
| Abb. 5-15 |
Die erweiterten Möglichkeiten in R4 sind z.B. die 32 Workspaces, die Möglichkeit Hintergrundbilder zu wählen und zwischen den einzelnen Tasks mit "Alt" + "Tab" hin und her zu wechseln.
![]() |
| Abb. 5-16 |
In R4 kann nun auch dank Unicode der japanische Zeichensatz installiert werden.
![]() |
| Abb. 5-17 |
Eine große Änderung ist die erweiterte Einstellungsmöglichkeit der Geräte. So können z.B. für PC-Karten nun auch IRQs vergeben werden.
![]() |
| Abb. 5-18 |
Erweiterungen im Netzwerk- und Modembereich.
©1999 Sebastian Pritschow